Digitalisierung

Modulare Softwarelösung – zukunftsorientiert, verlässlich

Im Gespräch mit Annica Widmann, Business Development bei EVO Informationssysteme GmbH
23.05.2025 - von Redaktion FI
Lesedauer:  4 Minuten
Jürgen Widmann Geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der EVO Informationssysteme
Jürgen Widmann Geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der EVO Informationssysteme © EVO

Was verbirgt sich hinter EVO?

Der Name EVO steht für „Evolution“ – und das ist mehr als ein Markenversprechen. Es beschreibt unsere Haltung und unser Ziel: Industrieunternehmen technologisch, organisatorisch und wirtschaftlich auf das nächste Level zu bringen. Wir sind ein inhabergeführter Softwarehersteller mit Wurzeln im Mittelstand – genau dort, wo auch unsere Kunden zu Hause sind. Diese Nähe zur Praxis prägt unser Denken und unsere Lösungen.

Unser offizieller Firmenname „EVO Informationssysteme“ geht zurück auf eine Idee meines Vaters. Die Inspiration kam vom Mercedes-Benz 190 EVO 2 – ein Fahrzeug, das für technischen Fortschritt und Präzision steht. In unserer Anfangszeit haben wir uns selbst als „Unternehmenstuner“ bezeichnet – eine charmante Analogie, die bis heute unsere Philosophie trifft: Wir bringen bestehende Systeme nicht nur zum Laufen, sondern machen sie leistungsfähiger, effizienter und zukunftssicher.

Was macht Ihr Produkt besonders?

EVO ist mehr als ein ERP-System – es ist ein vollständig integriertes Fabrik-Betriebssystem, das alle relevanten Prozesse in produzierenden Unternehmen abbildet. Vom Büro bis zur Maschine, vom Einkauf bis zur vernetzten Fertigung, vom Qualitätsmanagement bis zur Integration externer Partner. Unsere Softwareplattform ist modular aufgebaut, sofort einsatzbereit und konsequent standardisiert. Das bedeutet: Kein kostspieliges Customizing, sondern ein kalkulierbares Festpreis-Modell mit schneller Implementierung.

Unser System unterscheidet sich grundlegend von vielen anderen Lösungen am Markt. Nicht nur, weil wir speziell für die Anforderungen der metallverarbeitenden Industrie entwickeln, sondern weil wir bewusst auf eine durchgängige Datenstruktur setzen. Dadurch entstehen keine Medienbrüche, keine Insellösungen – sondern ein roter Faden durch alle Unternehmensbereiche. Die Benutzeroberfläche ist einheitlich, die Logik konsistent, die Bedienung intuitiv – und das steigert sowohl Effizienz als auch Akzeptanz.

Ein echtes Highlight ist die EVO-Werkzeugcloud – ein KI-gestützter Schwarmansatz, der Werkzeugdaten automatisch erfasst, validiert und anreichert. Diese weltweit einzigartige Lösung macht den manuellen Aufwand überflüssig und garantiert höchste Datenqualität.

Digitalisierung out of the Box Portfolio
Digitalisierung out of the Box Portfolio © EVO

Wie profitieren Ihre Kunden konkret?

Unsere Kunden erleben Digitalisierung nicht als abstrakte Vision, sondern als greifbaren Fortschritt im Alltag. Prozesse werden transparenter, Entscheidungen fundierter, Abläufe effizienter – und das Ganze in einem System, das mit dem Unternehmen mitwächst. Durch die konsequente Standardisierung können wir unsere Plattform besonders schnell einführen: Unsere bisher schnellste Implementierung war in nur zwei Tagen abgeschlossen – vom Setup bis zur Echtzeit-Maschinenanbindung.

Ein weiterer zentraler Vorteil liegt in der Partnerschaft mit unseren Kunden. Wir entwickeln unsere Lösungen nicht im Elfenbeinturm, sondern gemeinsam mit Anwendern. Der direkte Austausch fließt laufend in die Weiterentwicklung ein – und macht unsere Plattform lebendig, relevant und nah an den Bedürfnissen der Praxis.

Wie sehen Sie die Zukunft der vernetzten Fertigung?

In der vernetzten Fabrik werden Daten zum zentralen Rohstoff – und Mobilroboter übernehmen eine zunehmend tragende Rolle. Unsere Lösung EVOorchestration verknüpft Fertigungsdaten mit intelligenter Steuerung: Sie weiß, wo was gefertigt wird, kennt die Auftragslage und organisiert automatisch den Materialfluss. Damit werden mobile Roboter zum integralen Bestandteil des digitalen Produktionssystems – effizient, bedarfsgesteuert und zuverlässig.

Wir setzen bewusst auf offene Schnittstellen und herstellerübergreifende Kommunikation. So lassen sich auch heterogene Roboterflotten oder externe Systeme problemlos integrieren – für maximale Zukunftssicherheit und Flexibilität.

Was macht EVO einzigartig?

EVO steht für Fortschritt mit Substanz. Unser Ziel ist nicht, die nächste „coole App“ zu liefern, sondern nachhaltige Digitalisierung möglich zu machen. Wir investieren überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung – nicht, weil es der Markt verlangt, sondern weil wir daran glauben, dass Innovation die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden ist.

Als unabhängiges Familienunternehmen denken wir langfristig. Wir handeln mutig, investieren vorausschauend und entwickeln Softwarelösungen, die den Mittelstand nicht nur unterstützen, sondern begeistern. Unser USP liegt in der Verbindung aus technologischer Tiefe, Praxisnähe und dem klaren Fokus auf die industrielle Realität.

Wie sieht der ideale Kunde für EVO aus?

Unser idealer Kunde ist ein mittelständisches Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitenden – zukunftsorientiert, praxisnah, offen für Veränderung. Ob Fräsen, Drehen, Montieren oder Laserschneiden – überall dort, wo produziert wird, kann unsere Plattform ihre Stärken ausspielen.

Unsere Wurzeln liegen im DACH-Raum, aber unser Blick geht weiter: Immer mehr Unternehmen in ganz Europa setzen auf EVO, um ihre Fertigung digital aufzustellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Unser Anspruch ist klar: Nicht nur dabei sein – sondern vorangehen.

Frau Widmann, herzlichen Dank für das Gespräch!


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