Digitalisierung

Best-of FI Award 2025: Fraunhofer IOSB-INA

„Energiemanagement mit KI-Expertise“ - Sieger Nachhaltige Fabrik (Forschung)
20.05.2025 - von Redaktion FI
Lesedauer:  2 Minuten
v.l.n.r.: Chantal Ruppert, Nissrin Arbesun Perez, Dr. Olaf Sauer © KreativMedia
v.l.n.r.: Chantal Ruppert, Nissrin Arbesun Perez, Dr. Olaf Sauer © KreativMedia

Problemlösung

Das vom Bundesumweltministerium geförderte ProjektSmart-E-Factory gestaltet industrielle Prozesse und Fabriken energieffizienter und ressourcenschonender. Durch Energieeinsparungen, die Integration erneuerbarer Energien und eine CO2 Reduktion unterstützt das Projekt die Social Development Goals 7 (saubere Energie), 12 (nachhaltiger Konsum/ Produktion) und 13 (Klimaschutz). Die Modellumsetzung in der Lemgoer Smart-FactoryOWL erleichtert KMU die Übertragbarkeit.

USP

  • Kombination von KI- und DC-Technologien für energieeffiziente Industrieprozesse.
  • Reduktion des Energieverbrauchs um bis zu 30 % und Einbindung erneuerbarer Energiequellen.
  • Nutzung Digitale Zwillinge für Echtzeit-Transparenz von Energieflüssen.
  • Optimierung von Produktionsprozessen durch KI-basiertes Energiemanagement und Scheduling.
  • Höhere Technologiereife (TRL) und Übertragbarkeit auf KMUs durch Praxisvalidierung im Industrie-4.0-Reallabor.
  • Beitrag zu SDG-Zielen 7, 9, 12, 13 für nachhaltige, ressourceneffiziente Produktion.
  • Brownfield-Ansatz zur Integration in bestehende Fabriken.
Nachhaltige Fabrik

Kundennutzen

Die Smart-E-Factory optimiert den Energieverbrauch, reduziert THG Emissionen und den Ressourcenverbrauch und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Mittelstands. Open-Source-Lösungen und herstellerübergreifende Standards verhindern Vendor-Lock-In und fördern breite Anwendbarkeit des KI-Leuchtturms. Ein praxinahes Transformationskonzept wird aktuell mit 15 Pilotunternehmen erprobt.

Konzept der Smart-E-Factory © Fraunhofer IOSB-INA

Software-Architektur und Standards

Eine InfluxDB speichert zentral alle Daten der SmartFactoryOWL und ermöglicht so eine interoperable Analyse und Nutzung. Dafür wird eine Kombination aus Python und NodeRed für Dashboards, Analysen und Automatisierung verwendet. Den Sourcecode wird mit GitLab verwaltet – damit fördern wir die transparente und kollaborative Entwicklung. Die dreischichtige Softwarearchitektur setzt auf Cloud und Edge-Server für Skalierbarkeit. Microservices gewährleisten Modularität und werden automatisiert bereitgestellt. Der Einsatz offener Standards wie MQTT, OPC UA, REST, Modbus TCP und KNX ermöglicht interoperable Services für Machine-to-Machine-Kommunikation, Datenaustausch, Webservices und Gebäudeautomation. Standardisierte Digitale Zwillinge gewährleisten Interoperabilität und ermöglichen die nahtlose Integration von Daten und Informationen. Über eine Open-Source-Datenplattform werden Daten z. B. zum Trainieren von neuen KI-Modellen für die energetische Optimierung von smarten Fabriken öffentlich bereitgestellt. Das fördert auch die Implementierung im Brownfield.

Die Smart-E-Factory zeigt, wie bis zu 30% Energieverbrauchsreduktion erreicht werden kann. Energiemanagement mit KI-Expertise wurde ganzheitlich in der Fabrik eingesetzt. Eine Anpassung des Produktionszeitplans (Schedules) an prognostizierten PV-Ertrag wurde vorgenommen. Die SmartFactoryOWL macht es auf der Grundlage von Standards und Open Source möglich, einen Brownfield Ansatz zu verfolgen.


Lösungen: Nachhaltigkeit

Das könnte Sie auch interessieren

Digitale Transformation erfolgreich gestalten

Digitale Transformation erfolgreich gestalten

Von der Vision zur nachhaltigen Umsetzung
Die digitale Transformation verläuft für jedes Unternehmen unterschiedlich und erfordert einen individuellen Weg, der zur eigenen Ausgangslage passt. Entscheidend ist eine klare Strategie: Wo steht das Unternehmen heute, wo soll es hin und welche Maßnahmen sind dafür nötig? Besonders KMU stehen vor der Herausforderung, Digitalisierung strukturiert zu planen, Verantwortlichkeiten zu klären und neue Technologien sinnvoll einzusetzen.
Wir können Zukunft – die DACH-Region als Weltmeister der Ideen

Wir können Zukunft – die DACH-Region als Weltmeister der Ideen

Ein Blick auf Erfolge, Erfindungen und Menschen, die weltweit Maßstäbe setzen
Wir können Zukunft: Die DACH-Region zeigt, warum sie als Weltmeister der Ideen gilt. Von Smart Factories über digitale Zwillinge bis zu kollaborativer Robotik entstehen hier Innovationen, die weltweit Maßstäbe setzen. Substanziell statt spektakulär, präzise statt laut –Technologien, die sich unter Realbedingungen am Shopfloor beweisen und messbare Ergebnisse liefern. Ein Blick auf Menschen, Unternehmen und Erfindungen, die Zukunft gestalten.
Software-Defined Automation made in Germany

Software-Defined Automation made in Germany

Nahtlose Konvergenz von IT und OT formt die Fabrik der Zukunft
Was einst deutsche Stärke war, gerät in Bewegung: Die SPS verliert ihren Alleinstellungsanspruch, IT und Edge übernehmen. Während Industriegrößen an alten Konzepten festhalten, entstehen viele Innovationen in kleinen agilen Unternehmen –häufig aus Übersee. Doch auch in Europa und gerade in Deutschland werden inzwischen moderne Lösungen entwickelt, die die Versprechen von Industrie 4.0 und darüber hinaus endlich wahr werden lassen.
Hyperautomatisierte Fabriken sind mehr als Technologie

Hyperautomatisierte Fabriken sind mehr als Technologie

Systematisch denken, intelligent verknüpfen – Automatisierung mit Wirkung
Hyperautomation gilt zwar als technologische Vision, doch die Praxis zeigt: Ihr volles Potenzial entfaltet sie durch die Kombination von Tools, strukturiertem Prozessverständnis und wertschöpfungsübergreifender Zusammenarbeit. Vier zentrale Erfolgsfaktoren sind entscheidend für hyperautomatisierte Fabriken.
Visuelle Anomalieerkennung in der industriellen Praxis

Visuelle Anomalieerkennung in der industriellen Praxis

Few-Shot Learning und Human-in-the-Loop machen KI praxisreif
Visuelle Anomalieerkennung gilt als Schlüsseltechnologie für die Qualitätssicherung in der Industrie. Doch hohe Datenanforderungen und komplexe Anpassungen erschweren den Praxiseinsatz. Neue KI-Ansätze wie Few-Shot Learning und Human-in-the-Loop kombinieren Effizienz mit Flexibilität und ermöglichen eine nahtlose Verbindung zwischen Forschung und industrieller Anwendung –ein wichtiger Schritt hin zu robusten, selbstlernenden Qualitätssystemen.
Human-Centered Revolution in Manufacturing

Human-Centered Revolution in Manufacturing

Trust, leadership, and human ingenuity in the age of Advanced AI
As manufacturing enters the Intelligent Age, the adoption of AI and agentic technologies is transforming production, quality control, and workforce dynamics. However, the true value of these innovations lies in their ability to amplify human potential rather than replace it. A human-centered approach is essential for successful AI and agentic integration in manufacturing, beginning with the imperative to build trust as the foundation for change.