Qualifizierung

Best-of FI Award 2025: Uni Potsdam | IntraLab

„Schlanke Prozesse lernen“ - Sieger Digitale Transformation der Fabrik (Weiterbildung)
09.05.2025 - von Redaktion FI
Lesedauer:  2 Minuten
Uni Potsdam | Industrial Transformation Lab
Uni Potsdam | Industrial Transformation Lab © KreativMedia

Problemlösung

Aus- und Weiterbildung hinkt der Digitalisierung hinterher: Kompetenzlücken, unklare Anforderungsprofile, veraltete Didaktik und ungenutzte Gestaltungsspielräume behindern den Transformationsprozess. 

Das InTraLab ist eine praxisnahe Lernumgebung, in der hybride Produktionsprozesse simuliert werden. Durch Einsatz realer und virtueller Demonstratoren in Lernszenarien und subjektorientierter Didaktik werden Handlungskompetenzen für die digitale Transformation vermittelt, wobei digitale Technologien (z. B. IIoT, AR, VR und Tablets) in Lernbausteinen zielgerichtet eingesetzt werden.

USP

  • Hybride Lernszenarien: Einsatz realer (z. B. Roboterarm) und simulierter (z. B. Schleifmaschinen) Demonstratoren
  • Anpassbare Lernbausteine: Skalierbare Bausteine, die zielgenaue Gestaltung von Schulungen für unterschiedliche Kompetenzlevel erlauben
  • Elaborierter didaktischer Ansatz: Basiert auf verschiedenen Lerntheorien und -modellen, die auf Mikro-, Meso- und Makrodidaktischer Ebene eingesetzt werden
  • Integrierte digitale Technologien: Einsatz von AR, VR, MR und KI in den Lernszenarien und -bausteinen
  • Wissenschaftlich gestützt: stetige wissenschaftliche Begleitforschung

Nutzen für Lernende

Das InTraLab ermöglicht durch eine dreistufige Didaktik eine effektive Lernzielerreichung. Fundiert auf subjektorientierter und pragmatischer Lerntheorie stärkt es Eigenverantwortung, Motivation und praxisnahes Lernen. Der modulare Aufbau mit Lernbausteinen erlaubt individuelle Lernpfade und flexible Anpassungen.

Lernende überwinden das Theorie/Praxis-Gefälle durch sofortige Anwendung des Gelernten. Lerninhalte und -bausteine adressieren individuelle und organisationale Lerninteressen.

Anpassbarkeit und Flexibilität hinsichtlich Themen und Vorkenntnisse

Lernende bringen unterschiedliche Kompetenzniveaus und Lerninteressen mit. Das InTraLab bietet anpassbare Lernbausteine, Lernszenarien und Module. Diese umfassen Themen, die für die digitale Transformation relevant sind (z. B. Predictive Maintenance, IIoT, Digitale Kommunikation etc.). Sie können flexibel an Lerninteressen und Vorkenntnisse angepasst werden. Anpassungen sind vor und während der Schulung möglich. Auch unsere Lernbegleiter gehen auf individuelle Kompetenzstufen ein. 

Sicherstellung des Erreichens der Lernziele 

Lernziele werden durch praxisnahe „Hands-on“-Aufgaben (z. B. Anpassung Lernszenarios, Programmierung) erreicht. Qualitative und quantitative Evaluation folgen wissenschaftlichen Standards und Methoden. Die quantitative Evaluation erfolgt durch klassisches Pre-Post-Design sowie Beurteilung der Lösung von praxisnahen Problemen, die die Anwendung von theoretischem Wissen erfordern. Die qualitative Evaluation erfolgt durch z. B. Thinking-aloud-Methode sowie Fokusgruppen-Diskussion. Beide Arten werden nach Bedarf während oder nach einem Schulungstag eingesetzt, um Schulungen schnell anzupassen.

Das InTraLab bietet wirkungsvolle Schulungen von Industrie 4.0-Bausteinen in einer Modellfabrik auf der Basis eines sehr gut strukturierten didaktischen Konzeptes. Viele reale Produktionsprozesse können im InTraLab durch die einzigartigen konfigurierbaren Demonstratoren simuliert werden. Damit wird eine gute Annäherung an die Arbeitswirklichkeit der Teilnehmer erreicht. Ein Juror fasste das mit den Worten „Technik trifft Didaktik – top!“ zusammen.

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