Produktionsplanung, Technologien, Industrie 4.0

Intuitive Roboterprogrammierung

Automatisierung gering standardisierter, logistischer Aufgaben mittels Industrierobotern
Lesedauer:  2 Minuten
Intuitive Roboterprogrammierung
© Adobe Stock/Alexander Limbach

Die global verteilte Herstellung von Gütern führt zu einem wachsenden, die Welt umspannenden logistischen Netz. Um den Herausforderungen gerecht zu werden gilt es, die Effizienz der Logistikkette und der Teilprozesse innerhalb der logistischen Kette stetig zu verbessern. Der Einsatz von Automatisierungstechnologien wie Industrierobotern gilt hierfür als ein möglicher Ansatz. Besonders die Entwicklung von Systemen, die sich auf wandelbare Rahmenbedingungen anpassen können, ist mit hohen Aufwänden verbunden. Dazu wurde eine Strategie zur intuitiven und flexiblen Roboterprogrammierung und -steuerung entwickelt.

Industrieroboter, wie exemplarisch in Bild 1 dargestellt, werden in der Produktion bereits seit den siebziger Jahren erfolgreich zur Automatisierung verschiedenster Produktions- und Fertigungsschritte eingesetzt [1]. Besonders in der Automobilproduktion konnte ein hoher Automatisierungsgrad erreicht werden. Die durch die Roboter automatisierten Prozessschritte dienen der Produktion von Massengütern und zeichnen sich durch stetig wiederkehrende Bewegungsabläufe aus, so dass die große Wiederholgenauigkeit der Roboter an dieser Stelle besonders vorteilig ist [2]. Durch die stetige Weiterentwicklung der Systeme, hier ist besonders die Erhöhung der Traglasten und Arbeitsgeschwindigkeiten bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten zu nennen, wurden große Optimierungspotenziale ausgeschöpft [3].

Beispiel eines Standard-Industrieroboters
Bild 1: Beispiel eines Standard-Industrieroboters

Im Gegensatz zu den obengenannten automatisierten Aufgabenstellungen in der Produktion sind in der Logistik viele Prozessparameter von einer hohen Varianz gekennzeichnet. Diese kann sich u.a. auf die Vielzahl unterschiedlicher, zu handhabender Güter, auf die äußeren Rahmenbedingungen oder die zu erwartende Gesamtauslastung der Anlage beziehen. Aus diesem Grund konnten Automatisierungsstrategien, die sich in der Produktion bereits bewährt haben, bisher nur bedingt auf logistische Aufgabenstellungen übertragen werden [4, 5]. Typische Anwendungen der Robotik im Bereich „Intralogistik“ sind Palettier-, Depalettier-, Kommissionier- und Sortieraufgaben, die sich durch eine hohe Wiederholrate und standardisierte Stückgüter auszeichnen [6].

Logistische Aufgaben mit hoher Varianz in den Prozessparametern, wie unter anderem die Be- und Entladung von Containern, können nur durch hochkomplexe Erkennungs- und Handhabungssysteme zufriedenstellend automatisiert werden [7]. Die Einsatzmöglichkeiten von Standard-Industrierobotern wurden durch stetige Weiterentwicklung der Technologie im Bereich der Antriebstechnik und Schnittstellen sowie roboterspezifischer Subkomponenten, wie beispielsweise zur Objekterkennung, immer vielfältiger [8]. Dennoch erfordert die Entwicklung derart hochtechnisierter Anlagen einen hohen monetären Einsatz und führt besonders vor dem Hintergrund einer schwankenden Anlagenauslastung zu einer nicht eindeutig kalkulierbaren, risikobehafteten Wirtschaftlichkeit der Investition.

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