Nachhaltigkeit

Menschlichkeit, Nachhaltigkeit, Performance

Im Gespräch mit Maxime Limbourg, VP Marketing der I-Care Group
22.05.2025 - von Redaktion FI
Lesedauer:  3 Minuten

Die I-care-Group ist Marktführer in der vorausschauenden Instandhaltung. Unsere KI-gestützten Lösungen sagen industrielle Ausfälle Monate im Voraus voraus. I-care wurde 2004 gegründet, beschäftigt über 1000 Mitarbeiter und ist in 55 Ländern aktiv.

Herr Limbourg, was macht die I-care Group und was ist das Ziel von Wi-care as a Service?

Die I-care Group ist Marktführer im Bereich vorausschauende Instandhaltung und überwacht weltweit Hunderttausende Industriemaschinen. Unsere Mission ist es, Maschinen sicherer, produktiver und nachhaltiger zu machen. Mit „Wi-care as a Service“ bieten wir ein intelligentes, kontinuierliches Monitoring von Anlagenzuständen, um kritische Ausfälle frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Dadurch werden ungeplante Stillstände reduziert, die Anlagenverfügbarkeit gesteigert und Instandhaltungskosten gesenkt. Unternehmen können so proaktiv, effizient und sicher arbeiten.

Wie hat sich Ihr Unternehmen entwickelt und was war der entscheidende Durchbruch?

Unsere Geschichte lässt sich mit den Worten Performance, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit beschreiben. Seit der Gründung 2004 in Belgien setzen wir auf höchste Qualität, eine menschenzentrierte Unternehmenskultur und langfristige Verantwortung. Den Durchbruch erzielten wir mit der Einführung datenbasierter Predictive-Maintenance-Strategien, die uns früh als Innovationsführer etablierten – lange bevor dies Branchenstandard wurde.

Wi-careTM sensor
Wi-careTM sensor – © 2025 I-careTM Group. All rights reserved.

Was zeichnet Ihr Produkt und Ihr Geschäftsmodell aus?

Unser System ist nicht-invasiv und benötigt keinen Zugriff auf das interne IT-Netzwerk des Kunden, was besonders im Hinblick auf Datensicherheit ein großer Vorteil ist. Wir bringen ein eigenes Gateway mit, das unabhängig vom Kundennetzwerk arbeitet. Unsere selbstentwickelten Piezo-Sensoren und die offene API-Plattform „I-see“ bieten höchste Präzision und Flexibilität. Kunden erhalten umfassende Einblicke in den Anlagenzustand und klare Handlungsempfehlungen – für mehr Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Welche Innovationen und Vorteile bieten Sie Ihren Kunden?

Die größte Innovation der letzten Jahre war der Wechsel von kabelgebundener Offlinemessung zu drahtloser Online-Datenerfassung. Das ermöglicht Echtzeitüberwachung, schnelle Installation (oft in weniger als einem Tag) und sofortigen Zugriff auf Daten. Unsere Lösungen steigern die Betriebszeit, reduzieren Ausfälle und Sicherheitsrisiken und helfen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Durch detaillierte Analysen und prädiktive Instandhaltung können Unternehmen smartere Entscheidungen treffen und ihre Gesamtleistung steigern.

Wie läuft die Implementierung ab und was müssen Kunden beitragen?

Die Implementierung ist einfach und schnell – meist innerhalb eines Tages abgeschlossen, erste Daten stehen oft schon nach 15 Minuten zur Verfügung. Kunden müssen nichts beitragen: Wir übernehmen Installation und Konfiguration komplett, sodass keine zusätzlichen Anstrengungen notwendig sind.

Für welche Kunden und Branchen ist Ihre Lösung besonders interessant?

Viele unserer Kunden kommen aus allen Branchen mit vielen rotierenden Maschinen, etwa Fertigung, Energie, Chemie oder Logistik. Besonders profitieren Unternehmen mit einer Vielzahl von Maschinen, aber auch in Industrien mit hohen Verfügbarkeitsanspüchen erzielen wir große Vorteile durch maximale Zuverlässigkeit und Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Unsere Lösungen sind überall dort gefragt, wo Produktionsausfälle teuer und Betriebszeiten kritisch sind.

Was macht Ihr Angebot einzigartig und wie unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb?

Unser End-to-End-Ansatz ist einzigartig: Wir entwickeln und produzieren Sensoren selbst, betreiben eigene Monitoring-Zentren und bieten globalen Support aus einer Hand. Das garantiert höchste Qualität, schnelle Reaktionszeiten und maßgeschneiderte Lösungen. Unsere Sensoren gehören zu den leistungsstärksten am Markt. Dank unseres eigenen Designs und der Inhouse-Produktion sind wir dem Wettbewerb stets einen Schritt voraus und gewährleisten eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus?

Wir wollen als weltweiter Marktführer für vorausschauende Instandhaltung wahrgenommen werden und der Maßstab für Innovation, Zuverlässigkeit und umfassenden Service sein. Unser Ziel ist es, Kunden weltweit konkrete Handlungsempfehlungen zu liefern und die Leistungsfähigkeit der Industrie nachhaltig zu verbessern.

Herr Limbourg, herzlichen Dank für das Gespräch!


Das könnte Sie auch interessieren

Dekarbonisierung als betrieblicher Steuerungsfaktor

Dekarbonisierung als betrieblicher Steuerungsfaktor

So übersetzen Kunststofferzeuger Klimastrategien in Produktion und Investitionen
Energiepreise, Investitionsunsicherheit und steigende Anforderungen entlang industrieller Lieferketten verändern die Kunststoffverarbeitung. Für Mittelständler wird Dekarbonisierung zur Frage der Produktions- und Wettbewerbsfähigkeit. Der Beitrag zeigt, wie Klimastrategien Kosten senken und Risiken reduzieren. Im Fokus stehen betriebsnahe Hebel und ein strukturierter Fahrplan, der Klimamanagement als Bestandteil industrieller Steuerung etabliert.
Digitale Intelligenz statt Energieverschwendung

Digitale Intelligenz statt Energieverschwendung

So senken smarte Algorithmen Kosten und schaffen CO₂-Transparenz
Steigende Energiepreise, strengere Regulierung und wachsende Erwartungen an nachhaltige Lieferketten setzen Unternehmen unter Druck. OekoProOf entwickelt digitale Lösungen für energieintensive Branchen: Ein Planungstool optimiert die Chargenreihenfolge, senkt Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß. Ein Transparenztool erfasst Emissionen auf Chargenebene und bildet die Grundlage für einen Digitalen Prozesspass.
Wertschöpfung 4.0 – Der Batteriepass als Gamechanger

Wertschöpfung 4.0 – Der Batteriepass als Gamechanger

Nachhaltiges Supply Chain Management durch Digitale Zwillinge
Batterien sind die treibende Kraft der modernen Welt. Sie stecken in Smartphones ebenso wie in Elektrofahrzeugen, und der weltweite Bedarf steigt stetig. Gleichzeitig gilt es, Ressourcenknappheit zu bewältigen und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Ein wichtiger Schritt ist der Digitale Produktpass für Batterien, der ab Februar 2027 verpflichtend wird und Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.
Digitaler Produktpass in sieben Schritten

Digitaler Produktpass in sieben Schritten

Alle relevanten Datenpunkte in einer zentralen Plattform zusammenführen
Mit der EU-weiten Einführung des digitalen Produktpasses steigt der Druck, einen transparenten und nachhaltigen Produktlebenszyklus zu schaffen. Bisher sind nur wenige Unternehmen informiert und darauf vorbereitet. Das sollte sich zügig ändern, damit Unternehmen nicht nur die steigenden regulatorischen Anforderungen und Erwartungen von Investoren, Kunden und Mitarbeitern erfüllen, sondern ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
Von der Meeresküste zur Fabrik der Zukunft

Von der Meeresküste zur Fabrik der Zukunft

Portugals Expo-Pavillon als Vorbild für zirkuläres Design und maritime Ressourcennutzung
Der portugiesische Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka demonstriert eindrucksvoll, wie maritime Ressourcen, Kreislaufwirtschaft und moderne Technologien zu einem nachhaltigen Zukunftskonzept verschmelzen. Architektur aus recycelten Fischernetzen, Ausstellungen zur Blue Economy und Impulse für erneuerbare Energien verbinden sich zu einem ganzheitlichen Erlebnis, das Kultur, Umwelt und Innovation wirkungsvoll miteinander vereint.