Digitalisierung

Neue digitale Servicemodelle in Zeiten von Kontaktsperren

11.03.2022
Lesedauer:  5 Minuten
©AdobeStock/metamorworks
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Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau die stark heruntergefahrene Wirtschaft zum Anlass nehmen, ihre Marktausrichtung und Geschäftsfelder neu zu beleuchten. Im Zentrum stehen dabei digitale Aftersales-Services, die nicht erst mit Beginn der Pandemie, aber seitdem umso mehr an Bedeutung gewonnen haben. 

Dabei zeigt sich, welches Potenzial in der digitalen Vernetzung von Produktionsanlagen liegt. Nur Anbieter, die über eine ausreichende Datenhistorie zu ihren Maschinen und Anlagen verfügen, werden künftig gewinnbringende, weniger personal- und zeitintensive Service-, Wartungs- und Instandhaltungsmodelle offerieren können. Von dieser Flexibilität profitieren Anlagenbauer und Anlagenbetreiber gleichermaßen. Prüftermine finden nicht mehr in starren Zeitintervallen statt, sondern orientieren sich am tatsächlichen Produktionsaufkommen. Da die Zustandsdaten in Echtzeit und zentral bereitstehen, sind Wartungsaktivitäten orts- und zeitunabhängig möglich. 

Orts- und zeitunabhängige Servicemeldungen

Im Zentrum steht dabei die ams-eigene Kollaborationsplattform ams.taskmanager. Prädestiniert ist diese nicht nur für unternehmensinterne Änderungs- und Helpdesk-Anfragen, sondern gerade auch für Serviceanfragen von Kunden. Mit ams.taskmanager verfügen die Anwender über eine zentrale Kommunikationsplattform, die mit ihren definierten Workflows bislang zumeist unstrukturierte Anfrage- und Freigabeprozesse ablöst und damit Zeit, Aufwand und Kosten reduziert. In Kombination mit
ams.machineAnalytics lassen sich zudem ganz leicht Maschinendaten anbinden: Schlägt etwa der Wärmesensor einer vernetzten Maschine aufgrund zu hoher Temperatur Alarm, wird automatisch ein Task in ams.taskmanager angelegt, um etwa einen Mitarbeiter zu benachrichtigen oder einen Servicevorgang auszulösen.

Zusätzliche Einnahmequellen

Zahlreiche Serviceaufträge gehen mit dem Umbau, der Erweiterung oder dem Rückbau ausgelieferter Anlagen einher. Daher ergeben sich aus Servicemaßnahmen unmittelbare Folgeaufträge für Konstruktion, Einkauf und Fertigung. Damit diese sicher geplant und gesteuert werden können, greifen sämtliche Prozesse innerhalb von ams.erp nahtlos ineinander: So sind auch alle erforderlichen Teilaufgaben wie technische Auftragsdokumentation, Ersatzteilwesen, Instandsetzung und Serviceverträge miteinander verzahnt, damit sämtliche Instandsetzungs-, Wartungs- und Reparaturtermine bedarfsgerecht vorbereitet und durchgeführt werden können. Der sich ergebende Informationsvorsprung erlaubt Kalkulationen, mit denen die Anlagenbauer sich über attraktive Preise, kurze Reaktionszeiten, optimale Services und hochwertige und individuell zugeschnittene Produkte von ihren Wettbewerbern abheben können.

Wettbewerbsvorteil 

Gesamtwirtschaftlich kann die Vernetzung über Lieferketten hinweg dazu beitragen, das Umfeld für produzierende Unternehmen in Deutschland und Europa wieder attraktiver zu gestalten. Wenn die Instandhaltungs- und Personalkosten dank höherer Effizienz sinken, sinkt ebenso die Notwendigkeit, die Produktion in vermeintliche Billiglohnländer zu verlagern. 

www.ams-erp.com


English version

New, digital service models in times of social distancing

The year 2020 has shown us that many companies in mechanical engineering and plant manufacturing took the chance to use the suppressed economy to readjust their market orientation and business portfolios. Centre stage of this new readjustment is digital after sales services, which were not only important before the beginning of the pandemic but have become even more important since then. 

This course shows how much potential lies within the digital networking of production facilities. Only providers that have collected the data history of their machines and facilities will be able to offer profitable maintenance, repair and service models in the future, which are less labour and time intensive. Plant manufacturers and operators will profit equally from this flexibility. Test dates will not take place in rigid time intervals but are based on the actual production volume. Maintenance activities can be done independently of time and place because the condition data is ready in real time and centrally available. 

Location and time independent service notifications.

The central piece of this service is the ams-owned collaboration platform ams.taskmanager. It is not only designed for internal company changes and help desk requests, but also for service requests from customers. With ams.taskmanager the users will have all the advantages of a central communications platform. This programme supersedes requests and processes that were previously mostly unstructured with its defined workflows, thereby reducing time, effort, and costs. In combination with ams.machineAnalytics, machine data can easily be linked; for instance if the heat sensor of an interconnected machine sets off an alarm because the temperature is too high, a task will automatically be created in ams.taskmanager to either inform an employee or activate a service process.

Additional sources of income

Various service orders go along with the reconstruction, the extension, or the dismantling of shipped units. Thus, subsequent orders for construction, purchase and manufacturing immediately arise as a result of service measures. To ensure that these can be planned and controlled for safely, all processes within ams.erp engage with one another seamlessly. That is why all required subtasks like technical order documentation, spare parts, maintenance work, and service orders are interconnected so that all service and repair appointments can be arranged and executed in accordance with your needs. The resulting informational edge permits efficiency calculations, which enable plant manufacturers to set themselves apart from their competitors, with attractive prices, short reaction times, optimal services, and high quality individually tailored products.

Competitive advantage 

Through networking within the economy, supply chains can contribute to make the environment for companies producing in Germany and Europe more attractive again. If the maintenance and payroll costs sink thanks to higher efficiency, so too will the necessity to outsource production to supposed low-wage countries.

www.ams-erp.com

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