Digitalisierung, Resilienz

Digitale Fabrik: Resilienz durch Integration

So gelingt die Vernetzung von Daten, Technologien und Menschen
09.10.2024
Lesedauer:  3 Minuten
Digitale Fabrik: Resilienz durch Integration
© Aimtec

Vorbeugen ist besser als Heilen. Das gilt auch für die digitale Fabrik, in der Abläufe automatisiert gesteuert werden und jede Maschine, jedes Werkzeug wie ein Teil eines Organismus funktioniert. Wie jeder andere Organismus auch, braucht die digitale Fabrik Frühwarnsysteme und Abwehrmechanismen, um resilient zu bleiben und reibungslos zu funktionieren. Dafür müssen alle Komponenten miteinander kommunizieren und über eine zentrale Schicht gesteuert werden. Diese verbindet das unternehmensweite System, das Pläne, Aufgaben und Aufträge generiert, mit den Maschinen, Werkzeugen, Formen, Teilen und Sensoren auf der anderen Seite.

Die digitale Fabrik ist ein Ökosystem, in dem Technologien, Menschen und Systeme zusammenarbeiten. Dazu muss alles vernetzt sein − bis zum Schraubenzieher und Drehmomentschlüssel. Denn eines kann sich die Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Produktion in der Automobilindustrie nicht leisten: Ausfälle, weil die Produktion aus dem Takt gerät. 

Für das Erfassen von Maschinen-Produktionsdaten ist das Manufacturing Execution System (MES) zuständig. Es wertet das Geschehen auf dem Shopfloor aus, steuert den Betrieb und warnt, wenn etwas nicht planmäßig funktioniert. Dabei helfen Sensoren und IIoT-Technologie. Sie optimieren den Produktionsprozess erheblich, denn ihr Einsatz ermöglicht die Datenerfassung unabhängig vom Menschen. Positionssensoren oder Kameraüberwachung mit Bildauswertung beispielsweise erlauben eine effiziente Fehlererkennung direkt am Arbeitsplatz. Dadurch minimieren sie Produktionsausfälle.

Ein klarer Vorteil des Einsatzes von Sensoren und IIoT-Technologien in der Industrie ist die Vermeidung von Produktion mit verminderter Qualität oder Leistung. Für die Implementierung von Sensoren in bestehende Maschinen und Anlagen gibt es zwei Möglichkeiten: die Integration des Sensors direkt in die Maschinensteuerung und die Anbindung des Sensors an das MES-System.

Ein aktuelles Beispiel

In einem aktuellen Projekt geht es um die Steuerung von Werkzeugen wie Schraubendrehern und Drehmomentschraubern an Montagelinien. Hier ist der Schraubenzieher über WIFI mit dem MES-System verbunden. Das System steuert das Werkzeug, indem es Befehle gibt, ob es Schrauben anzieht oder lockert. Das System wertet die Anzugsparameter in Echtzeit aus und steuert das Lösen und Nachziehen, wenn die Toleranzen nicht eingehalten wurden. Der Schrauber ist zusätzlich mit einem Positionssensor ausgestattet. Anhand dieser Positionen wird wiederum automatisch ausgewertet, dass die Produktion korrekt abläuft.

Ein zweites Beispiel ist die Kameraprüfung. Das Produkt wird von allen Seiten fotografiert und ein neuronales Netz mit künstlicher Intelligenz vergleicht die Fotos und bestimmt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers. Wird ein kritischer Schwellenwert erreicht, wird ein Mitarbeiter zu einer zusätzlichen Prüfung des Produkts aufgefordert. Eine zusätzliche Prüfung auf einen neuen Fehlertyp kann innerhalb weniger Tage durchgeführt werden.

Zentrale Orchestrierungsschicht Aimtec DCIx
© Aimtec
Modern, Automatic, Automobile, Manufacturing, Workshop, Mechanical, Pressing, Forming, Automobile, Door
© Aimtec

Zentrale Orchestrierungsschicht Aimtec DCIx

Das MES hängt natürlich nicht alleine als Steuerungseinheit über der digitalen Fabrik. Es ist Teil einer komplexen IT-Landschaft, in der auch Planungssysteme wie ERP-Systeme eine Rolle spielen. Die Vernetzung von ERP mit der Logistik und der Produktion, also den Maschinen, Technologien und Sensoren, erfordert eine Zwischenschicht, die alles miteinander verbindet und steuert. Eine solche ist Aimtec DCIx, die intelligente Orchestrierungsschicht zwischen ERP-System, Prozessen und Shopfloor-Technologien. Aimtec DCIx führt alle Technologien und Systeme zusammen und schafft damit die Basis für eine funktionierende Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Produktion. 

Eine der größten Herausforderung hierbei ist das Orchestrieren der verschiedenen Technologien, die über unterschiedliche Protokolle kommunizieren und Daten in verschiedenen Formaten ausgeben und verarbeiten. Der Digitalisierungsspezialist Aimtec kennt die Anforderungen digitaler Fabriken, insbesondere in der Automobilindustrie, und hat in seit 1996 mehr als 5.800 Digitalisierungsprojekte erfolgreich abgeschlossen. 

Aimtec weiß, wie die verschiedenen Technologien funktionieren und wie sie sich am sinnvollsten einsetzen lassen, damit die digitale Fabrik robust und so ausfallsicher wie möglich läuft. Vorbeugen ist schließlich besser als heilen.

Mehr erfahren über

Das könnte Sie auch interessieren

Schlüsselspieler in ERP-Projekten

Schlüsselspieler in ERP-Projekten

Wie Unternehmen die Topbesetzung für Key-User finden
sponsored
Im Zentrum erfolgreicher ERP-Projekte stehen oft die sogenannten Key-User. Als Hauptnutzer der Software sind sie maßgeblich an der Implementierung der neuen IT-Lösung und für ihre erfolgreiche Nutzung über die Einführung hinaus beteiligt. Doch die Auswahl der richtigen Personen ebenso wie der Aufbau notwendiger organisatorischer Strukturen fällt nicht immer leicht. Mit diesen Tipps gelingt die Topbesetzung dieser Schlüsselrollen.
Deutlicher Trend zur Service-Orientierung

Deutlicher Trend zur Service-Orientierung

sponsored
Unit4 ist ein führender Anbieter von benutzerorientierter Unternehmenssoftware für ERP, Finanz- und Rechnungswesen sowie Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence (BI). Für unsere primären Zielmärkte Dienstleistungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen, gemeinnützige Organisationen und Bildungswesen bieten wir die Produkte Unit4 Business World, Unit4 Financials und Unit4 Prevero an. Sie stehen sowohl on Premise als auch als SaaS-Lösung bereit und verfügen über alle relevanten Zertifizierungen. Der Trend zur Service-Orientierung setzt sich auch in DACH stark fort; viele Unternehmen erneuern ihre Geschäftsmodelle und entwickeln neue Produkte und dazugehörige Services. Unit4 unterstützt dabei, diese Geschäftsmodelle zu adaptieren und die Dienstleistungen effizient zu managen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und dem steigenden Innovationsdruck kommt die Cloud ins Spiel: Eine Cloud-basierte Lösung garantiert die schnellste ...
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Allgemein. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den permalink.