Digitalisierung, Industrie 4.0

PSI gewinnt Gold in Kategorie Künstliche Intelligenz 

Factory Innovation Award 2026 | Anbieter | Verständliche KI für Sequenzierung & Scheduling
15.06.2026 - von Redaktion FI
Lesedauer:  4 Minuten
vordere Reihe von links: Sinan Arslan (Jurymitglied), Dr. Rudolf Felix, Dr. Tobias Gerken hintere Reihe von links: Pascal Kätzel, Claudio Ranaudo, Rainer Albersmann © KreativMedia
Vordere Reihe von links: Sinan Arslan (Jurymitglied), Dr. Rudolf Felix, Dr. Tobias Gerken; hintere Reihe von links: Pascal Kätzel, Claudio Ranaudo, Rainer Albersmann © KreativMedia

PSI wurde mit dem Factory Innovation Award 2026 in der Kategorie Künstliche Intelligenz in der Fabrik ausgezeichnet. 

Im Interview erklärt Dr. Tobias Gerken, was die MES-Lösung zur Gewinnerlösung gemacht hat: das Zusammenspiel aus KI-gestützter Sequenzierung und Scheduling für komplexe Optimierungsaufgaben sowie die nachvollziehbaren Ergebnisse für die Beteiligten im Produktionsprozess.

Was bedeutet diese Auszeichnung für die PSI?

Der Gewinn in der Kategorie Künstliche Intelligenz in der Fabrik bestätigt unseren Anspruch, ERP und MES für die diskrete Fertigung mit innovativen KI-Ansätzen weiterzuentwickeln. Wir sehen uns damit auf dem richtigen Weg als Pioniere.

Was macht Ihre Lösung technologisch einzigartig?

Im Kern basiert unsere Lösung auf der Qualicision-AI-Technologie, die wir in-house entwickelt haben. Sie verbindet erweiterte Fuzzy Logic mit maschinellen Lernverfahren und eignet sich dadurch besonders für adaptive Sequenzierungs- und Scheduling-Aufgaben. Eine Besonderheit der Lösung ist, dass sie nicht nur einzelne Kennzahlen isoliert optimiert, denn genau das kann in der Fertigung schnell zu Zielkonflikten führen. Was an einer Stelle gut aussieht, kann an anderer Stelle neue Engpässe verursachen. Unsere Lösung betrachtet deshalb lokale und globale KPIs im Zusammenspiel und findet eine Sequenz, die für den gesamten Ablauf funktioniert. So lässt sich z. B. die Produktionslast über verschiedene Arbeitsstationen hinweg besser ausgleichen.

Welche Rolle spielt KI in Ihrem System?

Die adaptive KI haben wir gerade schon angesprochen. Daneben kommt prädiktive KI zum Einsatz, etwa wenn Materialzugänge prognostiziert werden. Generative KI wiederum macht die Ergebnisse für Anwender verständlich. Algorithmische, faktenbasierte Entscheidungen werden mit Hilfe von Sprachmodellen so aufbereitet, dass Planer sie besser nachvollziehen können. Umgekehrt lassen sich Anforderungen, die Anwender in natürlicher Sprache formulieren, in passende Systemkonfigurationen übersetzen.

Für uns macht genau dieses Zusammenspiel den Unterschied. KI darf nicht einfach im Hintergrund entscheiden, sondern soll Planung und Steuerung unterstützen. Dafür müssen ihre Ergebnisse für die Mitarbeiter im Prozess nachvollziehbar bleiben.

PSI
Produktionsplaner können bei der PSI-Lösung per Chat oder Sprache direkt mit dem Algorithmus sprechen © AI generated by OpenWonder

Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden?

Besonders deutlich wird der Mehrwert am wirtschaftlichen Nutzen sowie an der Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Bei einem unserer Kunden konnte eine Produktionssteigerung im zweistelligen Prozentbereich erreicht werden. Gleichzeitig können Anwender die Algorithmik durch die integrierte Erklärungskomponente besser verstehen. So werden Ergebnisse plausibel und das Vertrauen in das System wächst.

Unsere Kunden suchen keine abstrakten Technologiekonzepte, sondern praxistaugliche Lösungen für konkrete Herausforderungen in der Produktion. Unsere Stärke liegt im tiefen Branchen- und Prozesswissen für die diskrete Fertigung und damit in Lösungen, die technologisch anspruchsvoll sind und im Produktionsalltag wirklich funktionieren.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Lösung zukunftssicher bleibt?

Für unsere Kunden hat Zukunftssicherheit zwei Ebenen. Die erste betrifft den Produktionsalltag. Prozesse verändern sich, neue Kennzahlen kommen hinzu, Prioritäten verschieben sich. Deshalb lassen sich in unserer Lösung kundenspezifische KPIs laufend ergänzen und anpassen. Sie bleibt also nicht auf einen einmal definierten Zustand festgelegt, sondern kann mit den Anforderungen im Werk mitwachsen.

Die zweite Ebene betrifft die technologische Weiterentwicklung. Da wir die Qualicision-AI-Technologie in-house entwickeln, behalten wir die Kontrolle über die Kerntechnologie £das schafft echte Sicherheit! Zugleich bleiben wir bei generativer KI offen für unterschiedliche Sprachmodelle. So können wir neue technologische Möglichkeiten auch als Cloud-basierte SaaS-Services einbinden, ohne die fachliche Logik unserer Lösung aus der Hand zu geben.


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