Thema: Produktionsplanung

Interview: Kleinserienfertigung bei Bosch Rexroth

Interview: Kleinserienfertigung bei Bosch Rexroth

Dipl.-Ing. (FH) Bernd Balzer ist Leiter der Abteilung Engineering und Fertigung Hydraulikzylinder Bosch Rexroth AG mit Standort in Lohr a. Main. In dieser Funktion ist er sowohl für die operative Einheit Hydraulikzylinder Standort Lohr sowie beratend bei der Planung und Einführung neuer Produktionssysteme der weltweiten Zylinderstandorte mit Schwerpunkt China tätig. Herr Balzer, das Thema „Kleinserienfertigung“ gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wie schätzen Sie deren Rolle ein? Welche Folgen gibt es für die Unternehmen? Die Kleinserienfertigung spielt durch die zunehmende Individualisierung der Produkte eine immer größere Rolle. Die Individualisierung wird durch die steigende Vitalität der Produkte getrieben, welche wiederum durch den Kundenwunsch nach „unique selling points“ bei seinen Produkten gefördert wird. „Unique selling points“ eröffnen die Möglichkeit der Differenzierung im globalen Wettbewerb und bieten damit Mehrwert für den Kunden. Reine ...
Serienprodukte ganz individuell

Serienprodukte ganz individuell

Die Herausforderung für Unternehmen – richtige Mix zwischen Serie und Individualität
Die Serienfertigung ist der Produktionstyp, der in der industriellen Praxis am häufigsten auftritt. Sie ist durch die gleichzeitige bzw. unmittelbar aufeinander folgende Herstellung gleichartiger Produkte in einer großen, aber begrenzten Anzahl gekennzeichnet. Ein wesentliches Ziel ist die Nutzung von Wiederholungs- und Skaleneffekten zur Erreichung von Produktivitätssteigerungen und Kostenersparnissen.
Produktionslogistische Optimierung einer Fabrik auf Basis einer Business App

Produktionslogistische Optimierung einer Fabrik auf Basis einer Business App

Mobile Anwendung für praxisnahe Unterstützung einer Fabrikplanung und -optimierung
Durch die Wertschöpfung in Fabriken entsteht ein Großteil der Wirtschaftskraft. Gleichzeitig führen Umplanungen in Fabriken oft zu einer Einschränkung ihrer Performance. Ein Entwicklungsprojekt fokussiert nun einen Lösungsansatz für dieses Problem: Mit einer Business App wird der Weg zu einer optimierten Fabrik strukturiert dargestellt und mit Anwendungen so unterlegt, dass betriebliche Nutzer selbstständig eine Verbesserung erreichen können. Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie stellen die größte Gruppe im Unternehmensspektrum dar und beschäftigen die Mehrzahl an Menschen. Der Ort der Wertschöpfung, die Fabrik, bestimmt dabei in entscheidender Weise über die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. In wirtschaftlich turbulenten Zeiten gilt es, die Fabrik produktionslogistisch zu optimieren, um Wettbewerbsvorteile zu halten und auszubauen. Dies ist die Voraussetzung dafür, in wirtschaftlich robusten Zeiten strukturelle ...
Wenn der Terminator Einzug in die Produktion der Zukunft hält

Wenn der Terminator Einzug in die Produktion der Zukunft hält

Seit der Einführung der CNC-Technik haben wir im Maschinenbau keine echte Innovation mehr erlebt. Doch damit ist jetzt endlich Schluss, denn das Werkzeug der Zukunft steht schon vor der Tür. In den nächsten Jahren revolutioniert es die Produktion und Logistik nachhaltig – und bringt Vorteile für Unternehmen und die Umwelt. Warum es dies aus der Luft tut und wie Sie dabei Kosten und Ressourcen sparen, das verrät Jürgen R. Schmid. Seit dem Aufkommen der innovativen CNC-Technik in den 1980er Jahren schaue ich mir in Deutschland an, wie Maschinen nur noch optimiert werden. Von echter Innovation weit und breit keine Spur mehr. Der Maschinenbau steht seither still, Maschinen werden nur noch größer, schneller, vielleicht noch präziser. Aber damit ist es auch schon wieder getan, das Wunderwerk der Technik. Das Wunderwerk? Wirklich? Nun, ich hatte genug gesehen. Und lud daher im Frühjahr 2017 Maschinenbauer, Designer, Vertreter der Robotik und Software ein, sich mit mir ...
Make-by-Customer Supply Chains in der Schuhindustrie

Make-by-Customer Supply Chains in der Schuhindustrie

Innovative Technologien bieten großes Potenzial für eine nachhaltige Veränderung von Wertschöpfungsketten. In diesem Artikel wird am Beispiel der Schuhindustrie aufgezeigt, wie Kunden als Wertschöpfungspartner der Hersteller in eine sogenannte Make-by-Customer Supply Chain integriert werden. Dies ermöglicht eine hohe Individualisierung der Produkte bei gleichzeitiger Verbesserung der logistischen Zielerreichung. Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit verlagert sich die Aufmerksamkeit vieler Unternehmen auf die Heterogenisierung der Nachfrage, womit die Abkehr von der Massenproduktion einhergeht [1]. Die Individualisierung des Angebots impliziert eine Neugestaltung der Wertschöpfungsketten. Während der Kunde bei der Produktion von Massengütern als passiver Wertschöpfungsempfänger agiert, wird ihm bei der Fragmentierung der Massenmärkte die Rolle des aktiven Wertschöpfungspartners zugesprochen [2]. Die Herausforderung besteht darin, die Vorteile einer hohen ...
Handhabung von Komplexität in flexiblen Produktionssystemen

Handhabung von Komplexität in flexiblen Produktionssystemen

Kundenindividuelle Produkte zu Kosten der Massenproduktion
Um global zu bestehen, müssen sich Unternehmen durch kundenindividuelle Produkte kombiniert mit kundenspezifischen Dienstleistungen differenzieren. Einhergehend mit der wachsenden Komplexität wird auch die Steuerung der Produktionssysteme aufwendiger. Ein Ansatz zur Handhabung derartiger Systeme wird im Exzellencluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ an der RWTH Aachen erarbeitet.
Flexibilität – eine Illusion?

Flexibilität – eine Illusion?

Es gibt kaum ein Unternehmen, welches nicht von sich behauptet, in hohem Maße flexibel zu sein. Wo sie vermeintlich noch zu wenig ausgeprägt ist, wird sie vehement als überlebensnotwendig postuliert – die Flexibilität. Sie wird einerseits häufig verwechselt mit der Fähigkeit, unsaubere Prozesse und Schlampigkeiten der Durchführung noch zu kompensieren, andererseits meist assoziiert mit der Bereitschaft bzw. Verpflichtung der Mitarbeiter, Kapazitätsschwankungen abzufedern, woher diese auch immer kommen mögen, häufig mit dem Ziel geringstmöglicher Zusatzkosten. Heute freilich, in Zeiten immenser Nachfrageflaute, treten im Lichte von Mitarbeiterabbau unverhohlen die engen Grenzen dieses von Managern vielbeschworenen Schlagworts heraus. Wenn Flexibilität schon als eine so wichtige Eigenschaft erachtet wird, wie kann sie überhaupt erfasst und wo ganz real wahrgenommen werden? Im Zentrum hochflexibler Fertigungssysteme steht unweigerlich eine intelligente ...
Schnittstellenmanagement bei kundenindividueller Produktion

Schnittstellenmanagement bei kundenindividueller Produktion

Bei der kundenindividuellen Produktion ist ein durchgängiger Informations- und Materialfluss eine besonders wichtige Erfolgsvoraussetzung. Schnittstellenprobleme im Informations- und Materialfluss führen zu Störungen bei den Prozessabläufen. Ein integriertes Schnittstellenmanagement hilft, die Prozessperformance entlang der Supply Chain zu steigern und die Zielsetzungen der kundenindividuellen Produktion zu realisieren.
Wandlungsfähigkeit in Produktion und Logistik

Wandlungsfähigkeit in Produktion und Logistik

Die Wandlungsfähigkeit gilt als erstrebenswerte Eigenschaft von Produktionssystemen. Regelmäßig stellt sich jedoch bei Investitionsvorhaben die Frage: wie kann die Vorteilhaftigkeit der Wandlungsfähigkeit nachgewiesen werden? Der Beitrag stellt einen systemorientierten Ansatz der Wandlungsfähigkeit vor und erläutert, wie die Eigenschaften, die zur Wandlungsfähigkeit führen, im Labor nachgewiesen werden können.
Interaktive Planung und Steuerung für den Automobilumschlag

Interaktive Planung und Steuerung für den Automobilumschlag

Zur Steigerung der Effizienz und Flexibilität auf See- und Binnenhäfen
Die Logistik von See- und Binnenhäfen ist entscheidend für die Fahrzeugdistribution. Hohe Effizienz, Prozesssicherheit, Flexibilität und Reaktivität sind unerlässlich, um Störungen und Änderungen zu bewältigen. Der Beitrag präsentiert Handlungsfelder und einen Lösungsansatz für die Hafenlogistik sowie zur Steigerung von Effizienz und Flexibilität im Hafenumschlag.
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