Logistik, Industrie 4.0

Resiliente Fabrik: plattformtauglich, durchgängig, modular

Im Gespräch: Torsten Albrecht, Head of Industry & Services NTT DATA DACH
22.06.2024
Lesedauer:  2 Minuten

Herr Albrecht, wo sehen Sie derzeit die größten Herausforderungen für produzierende Unternehmen?

Globale Unternehmen arbeiten in deutlich dynamischeren Marktverhältnissen. Sie müssen sich flexibler und resilienter aufstellen. Time-to-Market, Kosteneffizienz und Integrationen mit verschiedensten Prozessen sowie weltweite Kollaboration bis in die Supply Chain haben an Wettbewerbsrelevanz gewonnen.

NTT, Torsten Albrecht, Factory Innovation Awards 2024

Die notwendige Anpassungsfähigkeit durch die gesamte Organisation zu skalieren ist – aus den Perspektiven von People, Processes, Technology – eine enorme Herausforderung. In Deutschland haben weltweit agierende Produzenten bereits großes Know-how inhouse in Bezug auf ihre Kernkompetenzen und Digitalisierung. Doch die größte Herausforderung, wie dieses Know-how global skaliert und zukunftsfähig gemacht werden kann, bleibt.

Wie kann man den Anforderungen nach mehr Flexibilität und Individualität gerecht werden?

Ein Ansatz, den NTT DATA gemeinsam mit Kunden verstärkt verfolgt, ist Co-Creation. Es fördert den wechselseitigen Erfahrungsaustausch und nachhaltigen Wissensaufbau. Viele Projekte sind technologisches Neuland und müssen trotzdem Rollout-fähig sein.

Was gefällt Kunden an Ihren Lösungen besonders gut?

Als Teil der NTT Group liefert NTT DATA End-to-end-Lösungen für Resilient Manufacturing. Wir kennen Branchen und beraten als neutraler sowie technisch agnostischer Partner bei Themen wie globaler Skalierbarkeit. Hier vertrauen Kunden auf unsere Fachexpertise und Technologie-Services wie unsere hybride Cloud/Edge-Infrastruktur und Event-getriebenen oder Microservice-Architekturen bis zum komplexen Digitalen Zwilling.

NTT, Factory Innovation Awards 2024

Wie sieht Ihr Wunschkunde aus?

Gemäß unserem Leitgedanken „Ignite tomorrow, today“ setzen wir globale Herausforderungen in zukunftsfähige Lösungen und Innovationen mit und bei Kunden um. Den einen Wunschkunden gibt es nicht – aber bei internationalen Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten oder Großkonzernen können wir unser volles Spektrum einsetzen. Das motiviert das gesamte Team.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Albrecht.


Überblick über alle Sieger und Finalisten beim Factory Innovation Award 2024
Hier Videos der digitalen Pitches ansehen


Das könnte Sie auch interessieren

Industrie 4.0 bleibt der Leitstern der Produktion

Industrie 4.0 bleibt der Leitstern der Produktion

Smart Factory, KI-Hype und die Zukunft autonomer Produktionssysteme
Deutschland gilt als einer der Pioniere der Industrieautomatisierung. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, KI und geopolitische Verschiebungen die industrielle Landschaft rasant. Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Zühlke gehört zu den Vordenkern der Smart Factory. Im Interview spricht er über die Ursprünge von Industrie 4.0, die Herausforderungen für den Mittelstand und die Zukunft autonomer Produktionssysteme.
Industrie 5.0 – Buzzword oder Paradigmenwechsel?

Industrie 5.0 – Buzzword oder Paradigmenwechsel?

Neue Entscheidungslogik als Schlüssel für smarte Produktion
Industrie 5.0 wird kontrovers diskutiert: Paradigmenwechsel oder neues Label für Industrie 4.0? Eines ist klar: Für Smart Manufacturing braucht es mehr als intelligente Maschinen – nämlich intelligente Entscheidungsarchitekturen. Die Zusammenarbeit von Autonomie, Eskalation und dem Menschen im Regelkreis entscheidet darüber, ob industrielle Systeme verantwortbar, resilient und nachvollziehbar handeln können.
Schlüssel zu mehr Leistung – smart, prädiktiv, vernetzt

Schlüssel zu mehr Leistung – smart, prädiktiv, vernetzt

Autonomous Factory Concept: Auf dem Weg zur selbstoptimierenden Fertigung
In der Elektronikfertigung treffen steigende Variantenvielfalt und volatile Lieferketten auf hohe Qualitätsziele. Damit Prozesse stabil und effizient bleiben, greifen KI-gestützte Systeme ein: Sie überwachen Materialflüsse, erkennen Abweichungen und planen Wartung vorausschauend. Das Autonomous Factory Concept von Panasonic weist den Weg zur adaptiven Produktion.
Verbesserung der Transparenz im logistischen Prozessmanagement

Verbesserung der Transparenz im logistischen Prozessmanagement

Die (geheime) Macht von Durchlaufdiagrammen
Werden Führungskräfte aus Unternehmen mit klassischer Werkstattfertigung zu bestehenden Defiziten befragt, äußern sie vor allem Kritik an der mangelnden Transparenz in der Auftragsabwicklung. Zudem bemängeln sie das Fehlen geeigneter Methoden zur Ermittlung realistischer Liefertermine sowie die Liefertreue, die als verbesserungswürdig gilt. Dabei liegen bereits viele Daten und Diagramme vor, die helfen können – sie müssen nur richtig angewendet werden.
Wertschöpfung 4.0 – Der Batteriepass als Gamechanger

Wertschöpfung 4.0 – Der Batteriepass als Gamechanger

Nachhaltiges Supply Chain Management durch Digitale Zwillinge
Batterien sind die treibende Kraft der modernen Welt. Sie stecken in Smartphones ebenso wie in Elektrofahrzeugen, und der weltweite Bedarf steigt stetig. Gleichzeitig gilt es, Ressourcenknappheit zu bewältigen und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Ein wichtiger Schritt ist der Digitale Produktpass für Batterien, der ab Februar 2027 verpflichtend wird und Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.
„Technologien müssen zu einem Ganzen synthetisiert werden“

„Technologien müssen zu einem Ganzen synthetisiert werden“

Im Gespräch mit Uta Groß, Associate Director bei Verizon Business
Digitale Technologien transformieren die Produktion, verändern Arbeitsplätze und definieren Wettbewerbsvorteile neu. Während die Landschaft der IT-Trends unübersichtlicher wird, müssen Unternehmen intelligente Strategien nutzen. Was sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Digitalen Transformation? Was bedeutet das für Digitalisierungsprojekte? Und welchen Unterschied macht hierbei die Unternehmensgröße?