Herr Ripke, was verbirgt sich hinter der COMAN Software GmbH?
Hinter COMAN verbirgt sich ein modernes Softwareunternehmen. Mit COMAN ist es möglich, das gesamte Projekt, beispielsweise beim Bau neuer Fabriken oder Produktionsanlagen, digital, transparent und übersichtlich abzubilden. Und dies mit einem innovativem Visualisierungsansatz.

Ursprünglich wurde COMAN in einem Forschungsprojekt als AMS (Aufbau-Monitoring-System) zusammen mit Mercedes-Benz, Volkswagen, Siemens und thyssenkrupp entwickelt. Später, nach der Ausgründung 2018, wurde sie umbenannt in Construction Manager und dann in Collaboration Manager. Die Software entwickelte sich stetig weiter und der Fokus und die Einsatzgebiete wurden beständig größer und komplexer, so dass der Begriff „Aufbau-Monitoring“ oder „Construction Management“ nicht mehr ausreichte, um die Lösung sinnvoll zu beschreiben. COMAN schafft Transparenz und ermöglicht Kollaboration in industriellen Großprojekten wie kein anderes System auf dem Markt. Ähnlich wie unser Produkt, leben Team und Unternehmen offene Kommunikation, Transparenz und Kollaboration – so sind wir gewachsen und so machen wir auch weiter.
Welche Produkte sorgten für den Durchbruch Ihres Unternehmens?
Nur ein Produkt – aber mit enormer Vielfalt. Die Flexibilität des No-Code-Systems ist es, die COMAN so besonders macht. COMAN ist ein Produkt, mit dem man den gesamten Ablauf des Projektes digital abbildet und steuert. Wir sprechen vom „Digitalen Projektzwilling“. Der Einsatz startet zu Beginn eines Projektes – zum Beispiel noch vor Beginn des Auf- oder Umbaus einer Produktion, in der Planungsphase, und bleibt noch nach Beendigung des Projekts als Digital Project Twin für zukünftige Brownfield- Projekte oder Instandhaltungsmaßnahmen nutzbar bestehen.
Was gefällt Kunden an Ihrem Produkt besonders gut?
Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich, übergreifend ist es aber vor allem, dass COMAN als Allrounder eingesetzt werden kann. Egal, in welcher Industrie oder für welche Art von Projekt. Das COMAN-System verfügt über einen unvergleichlichen Funktionsumfang und ist dabei auf die individuellen Projektprozesse und -strukturen durch jeden Kunden selbst anpassbar. COMAN schließt Datenlücken, verbindet Datensilos, zentralisiert ungeheure Mengen an Projektdaten und macht diese für Interne und Externe – wie Lieferanten oder Kunden – einsehbar. Zusammengefasst sind es Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Anpassungsfähigkeit, was unsere Kunden beim Arbeiten mit der COMAN Software am meisten schätzen. Die Einsparung vorheriger manueller Aufwände ist das i-Tüpfelchen.
Bitte schildern Sie uns an einigen Beispielen aus Ihrer Praxis, welche Vorteile mit COMAN verbunden sind?
Ein wehleidiges Thema vieler unserer Kunden ist das Checklisten-Management. Checklisten sind das A und O des Projektmanagements. Unternehmen nutzen diese zum Fortschrittstracking und die Qualitätssicherung bei der Projektumsetzung, jedoch sind diese nirgendwo in der Terminplanung enthalten oder gar aktiv eingebunden. Dabei beeinflussen diese, z. B. für Abnahmen und Prüfungen, maßgeblich auch kritische Termine.
Häufig werden sie sogar noch in Papierform oder bestenfalls in Excel-Tabellen gepflegt. Ein weiteres Thema ist das Mängelmanagement und offene Punkte, entscheiden Sie doch maßgeblich, ob ein Projekt terminplangetreu fertig wird oder Verzug bekommt. Manchmal gibt es hier sogar spezielle Tools, die dann wieder aber nur intern zugänglich sind, ein weiteres Datensilo bilden und ebenfalls keine Verbindung zu einem Terminplan oder gar anderen Projektdaten besitzen, welche allerdings ein Bestandteil eines Mangels oder offenen Punktes sind.
Auch Datenkontinuität ist eine gewaltige Herausforderung. Kommen wir aus der Projektplanung mit digitalen Systemen und Daten, werden diese während der Durchführung selten verwendet, um sie mit weiteren Daten zu ergänzen oder auszuarbeiten. Eher sind es Papierakten, Laufzettel, Post-its und sonstiges, was keinen Weg ins Digitale zurückfindet. Am Ende eines Projektes hat man dutzende Datenquellen und Datenstände ohne konkrete Zusammenhänge.
Was sollte Ihr Kunde dazu beitragen?
Die enge Zusammenarbeit ist das Wichtigste. Wir kommunizieren und arbeiten direkt und nahe am Kunden. Der Kunde muss eine Veränderung, insbesondere in der zukünftigen Transparenz seiner Projektabläufe, auch wollen und intern einfordern. Eine höhere Datenqualität und ein Maß an Standards und Prozessen ist das Resultat. Der Kunde muss nicht schon „wissen, was er will“, denn meist weiß man erst, dass man etwas braucht, wenn man es einmal hatte oder kennengelernt hat. Ein Projekt in COMAN umzusetzen, ermöglicht vieles, was es bislang nicht gab. So helfen wir unseren Kunden direkt in der Umsetzung – natürlich lassen wir dabei unser Wissen einfließen und geben Ratschläge, aber wir agieren definitiv nicht wie klassische Consultants, sondern sind Macher.
In welchen Branchen können Sie besonders gut Vorteile für Ihre Kunden erzielen?
COMAN ist für alle Arten von Projekten geeignet. Die Vorteile der Software zeigen sich jedoch am besten bei anspruchsvollen, komplexen Projekten mit vielen Beteiligten und Zusammenhängen.Je unübersichtlicher ein Großprojekt aus der Ferne auf den ersten Blick scheint, desto besser kann man die Vorteile unserer Projektmanagementsoftware erkennen. Hohe Anforderungen an die Dokumentation, Fortschrittserfassung, Qualität und Transparenz im industriellen Umfeld sind unsere Stärke.
Wir sind kein hübsches Monday.com oder Jira, die für Softwareentwicklung oder Agenturprojekte entwickelt wurden, sondern eine praxisnahe Software für die Projektsteuerung in komplexen Industrieprojekten. Zudem ergibt der Einsatz bei mehrmaliger Durchführung eines Projektes, aufgrund eines dahinterliegenden Template-Ansatzes, immer mehr Sinn. Wird ein und dieselbe Fabrik, wie beispielsweise zurzeit Zellfabriken, mehrmals aufgebaut, so ermöglicht COMAN es, von Projekt zu Projekt an die Erfahrungswerte anzuknüpfen und von Mal zu Mal schneller, beziehungsweise besser aufzubauen.
Was macht gerade Ihr Angebot so einzigartig?
Das Angebot besteht nicht nur aus Lizenz und Produkt, sondern auch der Begleitung und Betreuung der Projekte durch unser Application Center. Der Umfang und die Kombinationsmöglichkeit verschiedener Funktionen und vieler nützlicher Tools machen COMAN so besonders. Mit dem COMAN Manager, der COMAN Mobile, dem COMAN Dashboard und der Digital Acceptance bleibt es nicht beim Checklisten-Tracken. Mängelmanagement, Terminplan-Tracking, Projektüberwachung und -steuerung, Ressourcen- und Kostenplanung, Reifegradüberwachung, die Erfassung des gesamten Fortschritts, immer und überall – all das steckt mit COMAN in nur einem System – und dabei besteht immer die Möglichkeit auch externe Tools über intelligente Schnittstellen mit einzubinden.
Was machen Sie besser als der Markt? Was ist Ihr USP und was machen Sie besser als Ihre Wettbewerber?
Über die Flexbilität und den Funktionsumfang haben wir ja bereits gesprochen. Aber ein weiterer entscheidender Unterschied ist auch der Support und die Kundenkommunikation. Wir lassen den Kunden nicht einfach mit dem Produkt alleine. Dafür sind Projekte teilweise zukomplex und die Möglichkeiten unserer Lösung zu vielfältig. Während viele häufig auf automatisierte Standardantworten, Wikis und Chatbots setzen, haben unsere Kunden die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden mit dem Support direkt in Kontakt zu kommen.
Wie wollen Sie zukünftig am Markt wahrgenommen werden?
Wir sollen für jeden, der seine nächsten Anlagenbau-Projekte plant, DIE Lösung, DIE Option sein. Überall auf der Welt, ohne Kompromisse. Egal ob das Hochziehen einer neuen Fabrik oder der Umbau einer Fertigungslinie, die Montage eines Flugzeuges oder Schiffes und so vieles mehr. Überall, wo die etablierten Tools an ihre Grenzen stoßen, soll COMAN die Lösung für transparente Projektsteuerung und Fortschrittsüberwachung sein.
Wie kann es gelingen, den Anforderungen nach immer mehr Flexibilität und Individualität gerecht zu werden?
Wir wachsen mit diesen Anforderungen mit, und unsere Kunden haben ja glücklicherweise uns. Mit den Anforderungen der Kunden kommen auch die Anpassungswünsche. Das Tool ist modular aufgebaut und superflexibel, daher können wir leicht auf die Anpassungswünsche eingehen. Neue Prozesse und Methoden können auch in Zukunft mit unserem System abgebildet werden. Trends wie KI-Analysen und dergleichen planen wir in die standardmäßige Weiterentwicklung unserer Software gleich mit ein und steht über die Standardlizenz allen Nutzern zur Verfügung.
Herr Ripke, vielen Dank für das Gespräch!
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