Logistikprozesse mit No-Code: visualisiert, transparent, vernetzt

Im Gespräch: Friedhelm Nyhuis, GTT Gesellschaft für Technologie Transfer mbH
21.06.2024
Lesedauer:  2 Minuten

Herr Nyhuis, was verbirgt sich hinter GTT?

Die Gesellschaft für Technologie Transfer mbH ist eine Kombination aus Softwarehaus und Beratungsunternehmen mit einem Schwerpunkt im Bereich Planung und Steuerung der Auftragsabwicklung und der Materialflüsse in Produktionsunternehmen.

Was sind die Ziele Ihres Unternehmens?

Wir wollen mit den von uns entwickelten Methoden und Softwarewerkzeugen vollkommene Transparenz im betrieblichen Auftrags- und Materialfluss erreichen und damit die Logistikleistung sowie die Produktivität der Unternehmen verbessern.

GTT, Friedhelm Nyhuis, Factory Innovation Awards 2024

Auf Basis unserer No-Code-Entwicklungsplattform jFAST (java-based Factory Analysis and Scheduling Tools) sollen auch kleine und mittelständische Unternehmen in der Lage sein, mit geringem technischen und finanziellen Aufwand maßgeschneiderte flexible und wandlungsfähige Software, beispielsweise im Bereich MES, MOM und APS, selbst zu erstellen oder erstellen zu lassen.

Welche Funktionen gefallen Ihren Kunden dabei besonders gut?

Den Kunden gefallen die vielfältigen Kennzahlen und Visualisierungsfunktionen, die eine totale Transparenz von inner- und überbetrieblichen Logistikprozessen schaffen und die im Sinne der Theorie-of-Constraints-Philosophie aktuelle und potenzielle Engpässe der produktionslogistischen Ressourcen ermitteln und Maßnahmen zu deren Beseitigung aufzeigen.

Und auf welche Funktionen Ihrer Software sind Sie besonders stolz?

Auf unsere Visualisierungsbausteine, für die wir beim Factory Innovation Award 2019 als Sieger in der Kategorie „Visualisierung“ ausgezeichnet wurden, sowie auf unseren Planungsalgorithmus zur fluss- und reichweitenorientierten Auftrags- und Kapazitätsplanung.

Herr Nyhuis, die Fabrik wird zunehmend vernetzter – welche Bedeutung nimmt jFAST dabei ein?

jFAST kann als Integrationsplattform und als Zwischenschicht für das Vernetzen von Daten über verschiedene Standardschnittstellen aus externen Quellen verwendet werden – beispielsweise OPC UA, MQTT, ODBC, JDBC, SQL, Webservices oder REST API.

Können Sie uns für den Einsatz Ihrer Lösung Beispiele geben und den Nutzen darstellen?

Sehr gerne – bei einem Hersteller von Automotive- und Industriefiltern konnten wir den Lagerbestand um etwa 50 % reduzieren und gleichzeitig die Materialverfügbarkeit im Lager auf einen Servicegrad von mehr als 96 % verbessern.

Was war die schnellste Implementierung Ihres Systems
und welche Kriterien waren entscheidend?

Wenn die IT-Verantwortlichen eines Kunden „mitspielen“, können die Planungsergebnisse unserer FAST-Software bereits nach zwei Tagen operativ für die Planung genutzt werden, um beispielsweise Ressourcenengpässe zu erkennen und zu beseitigen. Die Implementierung geht schnell, weil wir branchenspezifische Standardkonfigurationen haben, die meistens nur einen geringen Anpassungsaufwand erfordern.

Herr Nyhuis, herzlichen Dank für das Gespräch!


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