Christopher Münch arbeitet am Lehrstuhl Supply Chain Management an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ein Gespräch über transparente Lieferketten, volkswirtschaftliche Grundsätze und warum KI das Lügen schwerer macht. Herr Münch, achten Sie beim Kauf von Kleidung oder Elektrogeräten darauf, dass die in transparenten und fairen Wertschöpfungsketten produziert wurden? Ich achte definitiv darauf – bei gewissen Produkten wie Kosmetik und auch zum Teil bei Nahrungsmitteln und bei Elektronik. Ich gehöre nicht zu den Konsumenten, die ständig ein neues Smartphone brauchen. Ich benutze das iPhone 7 und habe nicht vor, ein neues zu kaufen, denn es funktioniert einwandfrei und erfüllt seinen Zweck. Interessieren sich die Käufer überhaupt dafür, wie produziert wird? Die Absatzzahlen neuer iPhone-Modelle legen das Gegenteil nahe. Sie würden sich dafür interessieren, wenn sie leichter an relevante Informationen herankommen würden ...